Was ist Stadterneuerung?
Mit der Stadterneuerung soll eine Abwärtsentwicklung von Stadtteilen aufgehalten werden, bei denen es durch mehrere ungünstige Faktoren wie z.B. hohe Arbeitslosigkeit, schlechte Infrastruktur, städtebauliche Mängel zu einer problematischen Entwicklung geführt hat. Geeignete Maßnahmen zur Stabilisierung sind z.B. der Erhalt und die Modernisierung von Wohngebäuden, die Revitalisierung der Zentren, die Verbesserung im öffentlichen Raum und die Aufwertung des Wohnumfeldes. Kennzeichnend für die Stadterneuerung in Nürnberg ist ein umfassender Ansatz aus städtebaulichen, baulichen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Handlungsfeldern. Zum Selbstverständnis gehört es, die Bürger und Bürgerinnen am Prozess der Stadterneuerung zu beteiligen. Leitprogramm für die Finanzierung der Sanierungsmaßnahmen ist die Städtebauförderung.
Was ist Städtebauförderung und welche Ziele hat sie?
Ohne finanzielle Hilfen durch Bund und Land sind die Gemeinden allein nicht in der Lage, die oben genannten Aufgaben zu bewältigen. Die Städtebauförderung bietet hier die Möglichkeit mit öffentlichen Mitteln den Prozess der Stabilisierung und Entwicklung von Stadtvierteln in Gang zu setzen.
Was bedeutet das Bund Länder Programm „Soziale Stadt“
Seit 1999 gibt es die Gemeinschaftsinitiative Stadt- und Ortsteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt” - kurz „Soziale Stadt“ genannt.
Probleme der ausgewählten Stadt- und Ortsteile:
- städtebauliche Mängel
- schlechte Freiraumversorgung
- Mangel an Infrastruktureinrichtungen
- hohe Arbeitslosigkeit,
- niedrige Einkommen,
- großer Anteil an nicht deutschen Bewohnern,
Zielsetzung:
- ganzheitlicher Erneuerungsansatz auf der Grundlage eines integrierten Handlungskonzeptes mit Schwerpunkten in den Bereichen Beschäftigung und Ökologie
- Bündelung der Ressourcen durch konzentrierten Mitteleinsatz (öffentliches und privates Geld)
- Aufbau einer örtlichen Kooperation mit Initiativen und Interessierten aus den Gebieten.
- Einrichtung eines Quartiermanagements
- Städtebauliche, bauliche, soziale, kulturelle und ökonomische Handlungsfelder stehen gleichberechtigt nebeneinander. breiter Handlungsrahmen für die Entwicklung der Gebiete, für die Durchführung von Projekten und den Einsatz von Fördermitteln.

